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Podcast-Setup für eine Person: Einfach alleine aufnehmen

Podcast-Setup für eine Person mit orangefarbenem Mikrofon vor dunklem Hintergrund.

Ein Podcast-Setup für eine Person muss weder gross noch kompliziert sein. Ein passendes Mikrofon, geschlossene Kopfhörer und eine einfache Aufnahmesoftware reichen für den Anfang aus. Entscheidend ist vor allem, dass die Komponenten zusammenpassen und sich unkompliziert bedienen lassen.

In dieser Kaufberatung zeigen wir dir drei sinnvolle Lösungen: ein einfaches USB-Setup, eine flexibel erweiterbare Variante und ein klassisches Setup mit XLR-Mikrofon.

Möchtest du gemeinsam mit einer zweiten Person aufnehmen? Dann findest du in unserer Kaufberatung zum Podcast-Setup für zwei Personen drei passende Lösungen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Für ein Podcast-Setup für eine Person reichen ein Mikrofon, geschlossene Kopfhörer, eine stabile Halterung und eine Aufnahmesoftware.
  • Ein USB-Mikrofon ist am einfachsten. Ein Modell mit USB und XLR lässt sich später flexibler erweitern.
  • Für ein reines XLR-Mikrofon benötigst du zusätzlich ein Audiointerface und ein XLR-Kabel.
  • Ein Mischpult ist für einen Solo-Podcast normalerweise nicht erforderlich.
  • Unsere Empfehlung für maximale Flexibilität ist das Shure MV7+, da du damit über USB starten und später auf XLR wechseln kannst.

Was du für ein Podcast-Setup für eine Person brauchst

Ein vollständiges Podcast-Setup für eine Person besteht aus wenigen Komponenten:

  • einem Mikrofon
  • geschlossenen Kopfhörern
  • einem Mikrofonarm oder Tischstativ
  • einem Computer mit Aufnahmesoftware
  • je nach Mikrofon einem Audiointerface und XLR-Kabel

Geschlossene Kopfhörer verhindern, dass der Ton aus den Ohrmuscheln wieder im Mikrofon landet. Ein Mikrofonarm hilft dir, das Mikrofon nahe am Mund zu positionieren und gleichzeitig Platz auf dem Schreibtisch zu sparen.

Ein Mischpult ist für eine einzelne Person normalerweise nicht erforderlich. Möchtest du später Gäste im selben Raum aufnehmen, solltest du diese Erweiterung aber bereits bei der Wahl des Anschlusses berücksichtigen.

Drei passende Podcast-Setups im Vergleich

Podcast-Setup 1: Einfach mit USB starten

Sehr einfache Bedienung, geringe Erweiterbarkeit

RØDE NT-USB+

Das RØDE NT-USB+ wird direkt per USB-C mit dem Computer verbunden. Vorverstärker und Audiowandler sind bereits eingebaut, weshalb du kein separates Mischpult benötigst.

Über den Kopfhöreranschluss kannst du deine Stimme während der Aufnahme ohne störende Verzögerung kontrollieren. Popschutz und Tischständer gehören bereits zum Lieferumfang. Zusätzlich benötigst du deshalb lediglich geschlossene Kopfhörer und bei Bedarf einen Mikrofonarm.

Als Kondensatormikrofon nimmt das NT-USB+ viele Details auf. Das funktioniert besonders gut in ruhigen, eingerichteten Räumen. In einem hallenden Büro können allerdings auch mehr Raumgeräusche hörbar werden.

Du benötigst also:

  • RØDE NT-USB+
  • geschlossene Kopfhörer
  • optional einen Mikrofonarm
  • Computer mit Aufnahmesoftware

Geeignet für: Einsteigerinnen und Einsteiger, die unkompliziert aufnehmen möchten.

Podcast-Setup 2: Flexibel mit USB und XLR

Einfache Bedienung, hohe Erweiterbarkeit

Shure MV7+

Das Shure MV7+ besitzt einen USB-C- und einen XLR-Anschluss. Für den Einstieg kannst du es direkt am Computer verwenden. Später lässt es sich mit einem Audiointerface oder Mischpult verbinden.

Das dynamische Mikrofon ist auf eine nahe Sprechposition ausgelegt und eignet sich dadurch auch für Räume, die akustisch nicht optimal eingerichtet sind. Über den integrierten Kopfhöreranschluss ist direktes Monitoring möglich.

Über den Kopfhöreranschluss kannst du deine Stimme während der Aufnahme ohne störende Verzögerung kontrollieren. Zusätzlich benötigst du deshalb noch geschlossene Kopfhörer und einen Mikrofonarm.

Du benötigst also:

  • Shure MV7+
  • geschlossene Kopfhörer
  • Mikrofonarm oder Tischstativ
  • Computer mit Aufnahmesoftware

Geeignet für: Alle, die einfach starten, ihr Setup später aber erweitern möchten.

Podcast-Setup 3: Klassisches XLR-Setup

Aufwendigere Bedienung, sehr hohe Erweiterbarkeit

RØDE PodMic mit Focusrite Scarlett Solo

Beim klassischen XLR-Setup wird das Mikrofon nicht direkt mit dem Computer verbunden. Das RØDE PodMic wird über ein XLR-Kabel an ein Mischpult angeschlossen.

Für eine einzelne Person genügt beispielsweise das Focusrite Scarlett Solo. Es besitzt einen Mikrofoneingang und einen Kopfhöreranschluss. Das Interface wandelt das Mikrofonsignal um und leitet es per USB an den Computer weiter.

Dieses Setup benötigt mehr Einzelteile, lässt sich dafür modular anpassen. Mikrofon und Audiointerface können später unabhängig voneinander ersetzt werden.

Du benötigst also:

  • RØDE PodMic
  • Focusrite Scarlett Solo
  • XLR-Kabel
  • geschlossene Kopfhörer
  • Mikrofonarm oder stabiles Tischstativ
  • Computer mit Aufnahmesoftware

Geeignet für: Alle, die ein professionelles und langfristig anpassbares Audio-Setup möchten.

Welches Setup passt zu dir?

Vergleich der Flexibilität von drei Podcast-Setups für eine Person.

Mehr über die Unterschiede der Anschlüsse erfährst du in unserem Ratgeber USB- oder XLR-Mikrofon: Was passt zu deinem Setup?

Ob ein dynamisches oder ein Kondensatormikrofon besser zu deinem Raum passt, erklären wir im Beitrag Dynamisches oder Kondensatormikrofon: Was passt zu deinem Raum?

Welche Aufnahmesoftware passt?

Für den Einstieg genügt eine einfache Aufnahmesoftware. Wichtig ist, dass du das angeschlossene Mikrofon oder Mischpult als Eingang auswählen und die Aufnahme anschliessend schneiden kannst.

Kostenlose Programme wie Audacity oder GarageBand bieten dafür bereits die wichtigsten Funktionen. Beginne mit einer einfachen Lösung und wechsle erst dann zu einer umfangreicheren Software wie Adobe Audition, wenn du zusätzliche Bearbeitungsfunktionen tatsächlich benötigst.

Erstelle vor der ersten Folge eine kurze Testaufnahme. Kontrolliere dabei Lautstärke, Hintergrundgeräusche und den Ton über Kopfhörer. So lassen sich viele Probleme erkennen, bevor die eigentliche Aufnahme beginnt.

Häufige Fehler beim Zusammenstellen

Zu viel Technik kaufen

Für einen Solo-Podcast brauchst du weder vier Mikrofoneingänge noch ein grosses Mischpult. Zusätzliche Funktionen erhöhen den Preis und machen die Bedienung komplizierter, als es sein muss.

Den Mikrofonarm vergessen

Viele Mikrofone werden ohne geeigneten Arm oder nur mit einem kleinen Tischstativ geliefert. Plane deshalb von Anfang an eine stabile Befestigung ein.

Offene Kopfhörer verwenden

Bei offenen Kopfhörern kann der abgespielte Ton nach aussen dringen und vom Mikrofon aufgenommen werden. Geschlossene Kopfhörer sind für Sprachaufnahmen meist die bessere Wahl.

Ohne Testaufnahme starten

Ein falsch gewählter Eingang oder ein zu hoher Aufnahmepegel kann eine ganze Folge unbrauchbar machen. Eine kurze Probe vor jeder Aufnahme verhindert solche Fehler.

Häufige Fragen zum Podcast-Setup für eine Person

Brauche ich für einen Solo-Podcast ein Audiointerface?

Nur bei einem XLR-Mikrofon. Ein USB-Mikrofon wird direkt mit dem Computer verbunden und benötigt kein separates Audiointerface.

Brauche ich ein Mischpult?

Für eine einzelne Person normalerweise nicht. Ein Audiointerface mit einem Mikrofoneingang oder ein USB-Mikrofon reicht aus.

Kann ich zunächst mit einem USB-Mikrofon beginnen?

Ja. Ein USB-Mikrofon ist die einfachste Lösung für den Einstieg. Wenn du später auf XLR wechseln möchtest, ist ein Hybridmikrofon mit beiden Anschlüssen besonders praktisch.

Warum sollte ich beim Aufnehmen Kopfhörer tragen?

Mit Kopfhörern hörst du sofort, ob Störgeräusche, falsche Einstellungen oder Schwankungen bei der Lautstärke auftreten. Direktes Monitoring verhindert dabei eine störende Verzögerung der eigenen Stimme.

Reicht ein Tischstativ aus?

Für gelegentliche Aufnahmen kann ein stabiles Tischstativ genügen. Ein Mikrofonarm bietet mehr Bewegungsfreiheit und erleichtert eine gleichbleibende Position vor dem Mikrofon.

Fazit: Welches Setup soll es sein?

Ein Podcast-Setup für eine Person muss nicht kompliziert sein. Mit einem USB-Mikrofon kannst du besonders einfach starten. Ein Hybridmikrofon hält dir den späteren Wechsel zu XLR offen, während ein klassisches XLR-Setup die grösste Freiheit beim Austausch einzelner Komponenten bietet.

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